Station 8 - Denkmal

Station 8 - Denkmal

Der Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde, wie überall im Reich, auch in Stuckenborstel mit gewaltigem Jubel begrüßt. Als die Nachricht von der Mobilmachung kam, wurde die ganze Nacht über bei Gastwirt Könsen gefeiert. Nach Kriegsende 1918 zeigte sich die Heimat dankbar gegenüber den heimkehrenden Soldaten: Am Ost- und Westeingang des Dorfes wurden Ehrenpforten errichtet und der damalige Müllermeister Diedrich Brettmann stellte ein Grundstück im Wald zur Verfügung, auf dem ein Denkmal für die Kriegsteilnehmer eingerichtet werden konnte. Auf der Vorderseite wurde eine Kupferplatte mit den Namen der neun Gefallenen der Gemeinde angebracht. Auf der Rückseite des Denkmals sind die Worte eingemeißelt: „Die Kriegsteilnehmer 1914-1918 der Gemeinde Stuckenborstel.“ Im Jahre 1920 war die Einweihung des Denkmals. Gestiftet wurde es von den damaligen Besitzern des Herrenhauses, Gustav und Johanne Peter.

Aus dem 2. Weltkrieg kehrten 28 Soldaten nicht zurück. Das Ehrendenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde zum Gedenken an sie erweitert. Dazu erhielt jeder dieser Gefallenen einen Stein mit Namensaufschrift. Aus vier Familien sind zwei Söhne gefallen; die Namen der Brüder kamen jeweils auf einen Stein, so dass 24 Steine den Platz einrahmen. Vor dem Denkmal liegt zusätzlich ein Findling mit der Aufschrift „1939-1945 Neige Dich vor Tod und Tapferkeit“. Dieses Denkmal wurde 1957 eingeweiht.

Das Ehrendenkmal ist noch heute erhalten und wird ehrenamtlich gepflegt. Es befindet sich im Stuckenborsteler Wald in der Nähe des Mehrgenerationenspielplatzes und der Wassermühle.

Es gibt in Stuckenborstel noch ein Denkmal. Es ist zwar sehr viel kleiner und gedenkt nur einer Person, doch fahren und gehen wir täglich viele Male an ihm vorbei - der Gedenkstein an der Landesstraße.

Zu Station 9 - Herrenhaus